Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um i112 Notfallinfo.
Die Idee hinter i112 ist einfach: In einem medizinischen Notfall sollen wichtige Informationen über dich schnell verfügbar sein – besonders dann, wenn du selbst nicht antworten kannst. Du hast noch eine Frage, eine Idee oder einen Verbesserungsvorschlag? Dann schreib mir gerne über die Kontaktseite.
Nun aber zu den Fragen…
Was ist i112 Notfallinfo und wie funktioniert es?
i112 Notfallinfo stellt wichtige persönliche und medizinische Informationen über einen individuellen QR-Code bereit.
Das kann besonders hilfreich sein, wenn du nach einem Unfall oder in einem medizinischen Notfall nicht ansprechbar bist und selbst keine Auskunft geben kannst. Auch Angehörige wissen in einer solchen Situation nicht immer sofort:
– Welche Medikamente werden eingenommen?
– Welche Vorerkrankungen bestehen?
– Gibt es Allergien oder andere wichtige medizinische Hinweise?
– Wer ist der Hausarzt?
– Wer soll im Notfall verständigt werden?
Genau hier setzt i112 an.
Nach der kostenlosen Anmeldung hinterlegst du die Informationen, die im Notfall wichtig sein können. Anschließend erstellt i112 automatisch deinen persönlichen QR-Code.
Diesen kannst du zum Beispiel in deiner Geldbörse, auf einer Notfallkarte, an einem Anhänger oder auf einem Armband bei dir tragen.
Wird der QR-Code gescannt, öffnet sich deine persönliche Notfallseite mit den Informationen, die du dort hinterlegt hast.
Auf Wunsch kannst du den Zugriff zusätzlich mit einer vierstelligen PIN schützen.
Kurz gesagt: Du hinterlegst deine Informationen einmal – und trägst den Zugang dazu anschließend bei dir.
Wie sieht so eine Notfallinfo aus und was sieht der Notarzt?
Schaue dir dazu einfach die folgende Demoseite an: Hier klicken (öffnet sich in einem neuen Fenster)
Das ist genau das, was der Rettungsdienst / Notarzt sehen kann.
Hinweise:
Du siehst hier nur einen Notfallkontakt. Es können aber zwei Personen eingegeben werden.
Wenn du die Sprache wechselst, werden die von dir eingegebenen Infos nicht übersetzt. Das ist so beabsichtigt, damit es nicht zu möglichen Fehlern durch die maschinelle Übersetzung kommt.
Welche Informationen sollte ich hinterlegen?
Grundsätzlich gilt: So viel wie nötig, aber nur so viel wie sinnvoll.
Trage vor allem Informationen ein, die in einem medizinischen Notfall von Bedeutung sein könnten. Dazu gehören beispielsweise:
– wichtige Vorerkrankungen
– regelmäßig eingenommene Medikamente
– Allergien und Unverträglichkeiten
– implantierte medizinische Geräte
– wichtige medizinische Besonderheiten
– Kontaktdaten einer Person für den Notfall
– Hausarzt oder behandelnde Ärzte
– ein Hinweis auf eine vorhandene Patientenverfügung
Wenn ein Bereich auf dich nicht zutrifft, kannst du ihn einfach leer lassen. Leere Felder werden in deiner Notfallinfo nicht angezeigt.
Wichtig: Halte deine Angaben aktuell. Wenn sich Medikamente, Diagnosen oder Kontaktdaten ändern, solltest du auch deine i112 Notfallinfo aktualisieren.
Wie trage ich Medikamente am besten ein?
Bei Medikamenten sind möglichst eindeutige Angaben hilfreich.
Neben dem Namen des Medikaments solltest du – wenn bekannt – auch den Wirkstoff, die Stärke und das Einnahmeschema angeben. Entsprechende Eingabefelder findest du in deinem Notfallprofil.
Das ist besonders sinnvoll, wenn du häufiger im Ausland unterwegs bist. Handelsnamen können sich von Land zu Land unterscheiden, Wirkstoffe sind dagegen international wesentlich eindeutiger.
Statt nur: Jardiance 10mg einzugeben, ist zum Beispiel hilfreicher stattdessen: Empagliflozin (Jardiance) 10 mg einzugeben.
Tipp: Überprüfe deinen Medikamentenplan immer dann, wenn ein Medikament neu hinzukommt, abgesetzt oder die Dosierung verändert wird.
Sollte ich bei Vorerkrankungen den ICD-Code angeben?
Wenn dir der ICD-Code einer Erkrankung bekannt ist, kannst du ihn zusätzlich angeben.
Der ICD-Code ermöglicht eine genauere medizinische Einordnung einer Diagnose. Du findest ihn beispielsweise in Arztbriefen, Befunden oder Entlassungsberichten. Die Angabe ist freiwillig. Du musst also nicht extra einen ICD-Code recherchieren, um i112 nutzen zu können.
Am verständlichsten ist eine Kombination aus Diagnose und Code.
Zum Beispiel: Linksherzinsuffizienz (NYHA II) – I50.12
Der Code I50.12 bezeichnet eine Linksherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung beziehungsweise NYHA-Stadium II.
Wenn du deinen ICD-Code kennst, kannst du ihn daher gerne in dem entsprechenden Eingabefeld eintragen. Wenn nicht, reicht eine verständliche Beschreibung deiner Erkrankung vollkommen aus.
Was trage ich unter „Sonstige Informationen“ ein?
Hier kannst du zusätzliche Informationen hinterlegen, die im medizinischen Notfall relevant sein könnten und in keinen anderen Bereich passen.
Das können zum Beispiel sein:
– Herzschrittmacher oder andere Implantate
– besondere medizinische Einschränkungen
– wichtige Hinweise zu früheren Behandlungen
– Kommunikationsbesonderheiten
– weitere Informationen, die behandelnde Personen wissen sollten
Beschränke dich dabei möglichst auf Informationen, die tatsächlich für einen medizinischen Notfall von Bedeutung sein können.
Was bedeutet die Angabe „Patientenverfügung vorhanden“?
Wenn du eine Patientenverfügung hast, kannst du dies in deiner i112 Notfallinfo angeben. Dieser Eintrag ist lediglich ein Hinweis darauf, dass eine Patientenverfügung existiert.
Die Kennzeichnung bei i112 ersetzt weder die Patientenverfügung selbst noch eine rechtliche oder medizinische Prüfung ihres Inhalts.
Bei i112 wird die Patientenverfügung nicht als Dokument hinterlegt.
Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Registrierung einer Patientenverfügung oder anderer Vorsorgeangelegenheiten beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR).
Behandelnde Ärztinnen und Ärzte können das Zentrale Vorsorgeregister unter bestimmten Voraussetzungen bei einer dringend erforderlichen medizinischen Behandlung abfragen und dadurch feststellen, ob entsprechende Vorsorgeangelegenheiten registriert wurden.
Weitere aktuelle Informationen dazu findest du direkt beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer.
Bleibt i112 Notfallinfo kostenlos?
Ja! i112 Notfallinfo ist kein Projekt, mit dem ich Geld verdienen möchte.
Mein Ziel ist es, Menschen eine einfache Möglichkeit zu geben, wichtige Informationen für einen medizinischen Notfall bereitzuhalten – und damit möglicherweise auch Rettungskräften und behandelnden Personen ihre Arbeit zu erleichtern.
Wenn i112 in einer schwierigen Situation dabei hilft, wichtige Informationen schneller verfügbar zu machen, hat das Projekt sein Ziel erreicht.
Die Nutzung von i112 Notfallinfo bleibt deshalb kostenlos.
Sind meine Daten sicher?
Diese Frage verdient eine ehrliche Antwort.
i112 wurde dafür entwickelt, dass deine Notfallinformationen im Ernstfall schnell erreichbar sind. Genau daraus ergibt sich ein grundsätzlicher Zielkonflikt zwischen möglichst einfachem Zugriff und möglichst strengem Zugriffsschutz.
Wer deinen persönlichen QR-Code besitzt und ihn scannt, kann grundsätzlich auch die damit verknüpfte Notfallseite aufrufen – sofern du den Zugriff nicht zusätzlich mit einer PIN geschützt hast.
Deshalb solltest du bei i112 nur Informationen hinterlegen, die für einen medizinischen Notfall tatsächlich sinnvoll sind.
Deine persönliche Notfallseite verwendet eine zufällig erzeugte Adresse und wird nicht über Suchmaschinen auffindbar sein. Das erschwert ein zufälliges Auffinden der Seite, ist aber kein Ersatz für einen Zugriffsschutz.
Zusätzlicher Schutz durch eine PIN
Auf Wunsch kannst du deine Notfallinfo mit einer vierstelligen PIN schützen.
Dabei solltest du allerdings bedenken: Im Ernstfall muss auch der Rettungsdienst die PIN finden können. Wenn du sie direkt zusammen mit dem QR-Code aufbewahrst, schützt sie zwar beispielsweise vor einem zufälligen Aufruf der Internetadresse, nicht jedoch vor Personen, die Zugriff auf den QR-Code samt PIN haben.
Du solltest daher selbst entscheiden, was für dich wichtiger ist: ein möglichst schneller Zugriff im Notfall oder ein zusätzlicher Zugriffsschutz.
Wo sollte ich meinen QR-Code aufbewahren?
Eine gute Möglichkeit ist beispielsweise eine Notfallkarte in der Geldbörse, möglichst zusammen mit deinen persönlichen Dokumenten.
Weitere Möglichkeiten sind:
– ein Notfallarmband
– ein Anhänger
– eine Karte im Portemonnaie
– ein deutlich gekennzeichneter Notfallausweis
Wichtig ist, dass er als medizinische Notfallinformation erkennbar ist.
Über dem QR-Code könntest du zum Beispiel schreiben:
NOTFALLINFORMATIONEN – BITTE QR-CODE SCANNEN
Wenn du häufiger im Ausland unterwegs bist, empfiehlt sich zusätzlich eine englische Version:
EMERGENCY INFORMATIONS – PLEASE SCAN QR CODE
Wenn du deine Notfallseite mit einer PIN geschützt hast und diese im Notfall direkt zugänglich sein soll, kannst du die PIN ebenfalls auf der Karte angeben. Zum Beispiel: PIN 1234 (natürlich entsprechend der eigenen PIN).
Muss ich meine Notfallinformationen regelmäßig aktualisieren?
Ja – aktuelle Informationen sind besonders wichtig. Überprüfe deine Angaben immer dann, wenn sich etwas Wesentliches ändert.
Zum Beispiel bei:
– neuen oder abgesetzten Medikamenten
– geänderter Dosierung
– neuen Diagnosen
– neuen Allergien
– einem Wechsel des Hausarztes
– einer neuen Telefonnummer deines Notfallkontakts
Auch wenn sich längere Zeit nichts geändert hat, lohnt sich gelegentlich ein kurzer Blick auf deine gespeicherten Angaben.
Eine Notfallinformation ist nur dann wirklich hilfreich, wenn sie aktuell ist.
Ersetzt i112 einen Medikamentenplan oder andere medizinische Dokumente?
Nein, denn i112 ist als zusätzliche Informationsquelle für den Notfall gedacht.
Vorhandene Medikamentenpläne, Allergieausweise, Implantatpässe, Patientenverfügungen oder andere medizinische Dokumente solltest du weiterhin aufbewahren beziehungsweise mitführen, wenn dies für dich erforderlich ist.
i112 kann diese Informationen ergänzen und dabei helfen, einen schnellen Überblick zu ermöglichen.
